Mit dem Aufkommen von blip.fm kamen einige Twitter-User auf die semibeliebte Idee, künftig fast ausschließlich Links zu ihren Lieblingssongs zu twittern. Twitter-Puristen sahen die reine Leere des Tweets verfälscht und begannen ihre virtuelle Intifada gegen Blips im Tweet.
Wer zuviel Blips twitterte, wurde ebenso geächtet wie die, die nur ihre Blogposts auf Twitter bewerben.
Mal wieder wurde hier im kleinen Mikrokosmos der so genannten sozialen Netzwerke deutlich, dass den Dingen eine Chance zu geben, eine Tugend ist und bleibt, die nur wenigen verliehen ist.
Allerdings ist das Twittern eines Links, der rein gar keinen Hinweis auf das dahinter versteckte Liedgut barg, nun wirklich nicht sonderlich verständnisfördernd oder gar spannend zu lesen.
Doch das geht anders. Mittlerweile geben viele Blip-fm-Nutzer, so sie sie sich trauen, ihre Musikfundstücke weiterhin noch auf Twitter zu verbreiten, mehr oder minder deutliche Hinweise zu den getwitterten Song-Links. Beispiel? Nun, ein Text vor dem Songlink wie “Schade: Smooth Operator” wäre ziemlich eindeutig. Der würde wohl helfen, viele vom Klicken abzuhalten. Aber irgendwie fehlt ihm der spielerische Moment, den das Blipstweeting auch haben kann. Denn popkulturelles Wissen macht ja vor allem dann Spaß, wenn es sich anwenden lässt. Wenn also ein Song via Blip verlinkt wird und dazu wirklich nur ein Hinweis getwittert wird, ich aber durch diesen Hinweis errate, welcher Song hinter der nichtssagenden URL steckt, dann fühl ich mich wie Rob, Dick und Barry aus dem Plattenladen von High Fidelity zusammen. Da kommt nix anderes ran. Das ist dann ein echter Hammer!

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16. Dezember 2008 um 11:04
Zustimmung. Blipraten ist ein wunderbarer Zeitvertreib.
7. Januar 2009 um 10:04
[...] kleinschreibung Wahnsinnig. Vielleicht twitterst Du zuviel Hinweise auf Deine Blogposts. Vielleicht blipst Du. Vielleicht finde ich Dich auch ernsthaft doof, aber das ist nur EINE Möglichkeit von [...]
7. Januar 2009 um 23:05
hypem ist soo viel cooler als blip!