Ich hatte ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Kuschelrock auf den Parties damals. Weniger wegen der unter diesem Label subsummierten Schrottstücke, mehr weil sich sanft und einfühlsam zur Musik zu bewegen und dabei Mädchen zu umarmen so seine Tücken hatte.

Einerseits war das die Chance den Genpool durch Berührungs- Geruchs- und Bewegungstests angenehm einzugrenzen und so dem Wunsch nach weiblicher Nähe und Verliebtheit eine empirische Datenmenge beizugeben, die die Entscheidung für die eine oder andere junge Frau ermöglichte.

Anderseits:
- Ich kann selbst nicht tanzen.
- Siebeneinhalb Minuten Phil Collins sind zu viel, egal, wie toll das Mädchen ist. Ich musste das mal mit einer blöden Zicke aushalten. Pubertät kann so grausam sein.
- Wir zwangen uns damals mitunter gegenseitig, auch mit blöden Hühnern zu tanzen und Kneifen giltete nicht. Also sich drücken. Also im Sinne von den Tanz verweigern. Mann, kann metaphorisches Schreiben missverständlich sein.
- Wir hatten ein Mädel in der Klasse, die selbst bei einer sehr lockeren Auslegung des Begriffs “Umarmung” IMMER behauptete, der mit ihr Tanzende habe einen Steifen gehabt. Der Trick war aber irgendwie, genau den nicht zu haben, egal wie mann die Schwofpartnerin fand. Die Frau war der Horror für jede Kuschelrocksession. Und sie trug das Rasierwasser ihres Vaters auf.

Aber mit der Zeit bleibt doch das schöne Gefühl:

engtanz
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Also ich finde: