Wer den praktischen Nutzen des Microbloggens bislang noch nicht verstanden hat, konnte am Wochenende an einer, von langer Hand geplanten, interaktiven Performance teilnehmen. Hauptdarsteller @muhh sowie ausgesuchte Laientwitterer haben unter der Leitung des Regisseurs @cemb gezeigt, was sie an mühsam durchgetwitterten Probeabenden einstudiert haben. Die Bühne, die das BarcampBerlin3 freundlicherweise zur Verfügung stellte, war eine begehbare Installation von 2 Räumen, welche durch eine mobile Trennwand geteilt waren.

Kurz vor der Premiere letzte Anweisungen von der Regie:
muhh

und dann gehts los:

1. Aufzug:

Das Publikum sammelt sich in Raum 1, nur 20 Meter getrennt von Raum 2, in dem @muhh seine Position eingenommen hat. Die Laientwitterer gehen online auf ihre Tweetpositionen.

@muhh in Raum 2:
Picture 381

2. Aufzug

10 Minuten lang passiert NIX. Die Laientwitterer blicken gekonnt gelassen auf ihre feet feeds; jetzt zeigt sich ihre ganze Erfahrung im Umgang mit dem neuen Medium. Das Publikum wird allerdings unruhig. Man kann die Anspannung im Raum spüren.

dann:
muhh

Blicke, aus denen die pure Verzweifelung spricht, wandern im Publikum umher. Was passiert hier? Wo ist @muhh? Warum sieht er uns denn nicht, wo wir doch alle hier warten? Und wieso baut er jetzt ab?

3. Aufzug:
Auf dem Höhepunkt der Spannung dann die Erlösung. Ich bin sehr stolz, daß ich zu dieser interaktiven Performance etwas beisteuern konnte:

muhh

Das Publikum lacht befreit auf. Die Laientwitterer flüstern ein „tja, ohne Twitter hätten wir niemals zusammengefunden“.

Die Regie ist begeistert. Der Hauptdarsteller verbeugt sich vor dem tosenden Publikum.
Picture 383

Danke! Eine super Vorstellung!
Nicht auszudenken, was hier ohne Twitter nicht passiert wäre.


Kommentieren

Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

textundblog

Ja, das war sicherlich ein großer Spaß für das agierende (und teilweise mitlesende) Publikum vor Ort, aber auch für die in der ganzen Republik (und darüber hinaus?) verteilten Interessenten an diesem Twitterschwank.

Gepostet von textundblog am 20. Oktober 2008 um 16:40.
Cem

Oh, böser, böser, böser Blogpost, Tina :-)))) … aber wahr.

Gepostet von Cem am 20. Oktober 2008 um 16:43.
kahta

trägt zu meiner erheiterung erheblich bei ;)

Gepostet von kahta am 20. Oktober 2008 um 17:28.
Markus Jakobs

Nie wurde ein Microbloggingdienst so sinnvoll genutzt! :-)

Gepostet von Markus Jakobs am 20. Oktober 2008 um 22:36.
Markus Jakobs

Nie wurde ein Microbloggingdienst so sinnvoll genutzt ! :-)

Gepostet von Markus Jakobs am 20. Oktober 2008 um 22:48.
Bernd

Tja … wie praktisch Tiwtter doch sein kann :-) … Dein Beitrag hat mir heute morgen schon ein Schmunzeln entlockt … Danke :-)

Gepostet von Bernd am 21. Oktober 2008 um 07:57.
LorettaLametta

Woher wusstest Du eigentlich in welchen Raum sich der Vortragende verirrt hatte ?
Hat man ihn etwa _gehört_ ? ;)

Gepostet von LorettaLametta am 21. Oktober 2008 um 14:06.
PickiHH

@LorettaLametta
es war ja klar, das er irgendwo anders sitzen musste. Da bin ich mal gucken gegangen…

Gepostet von PickiHH am 21. Oktober 2008 um 15:37.
Markus

hachja, was soll ich sagen… das war für mich der vielleicht peinlichste und zugleich lustigste Moment auf dem ganzen Barcamp. Aber nochmal vielen Dank, dass du mich aus meiner Misere geholt hast, du hast damit meinen Tag gerettet!

Gepostet von Markus am 21. Oktober 2008 um 16:34.
PickiHH

@markus für mich war es der lustigste Moment :) Vielen Dank dafür!

Gepostet von PickiHH am 21. Oktober 2008 um 19:52.
Cem

@PickiHH, du bist eine Seele! Was wäre die Twittosphäre ohne dich.

Gepostet von Cem am 21. Oktober 2008 um 19:55.
Markus Merz

Schön, dass es jemand dokumentiert hast. Ich war live, äh per identi.ca, dabei und habe mich spontan scheckig gelacht. Allerdings bis jetzt auch jeden Kommentars enthalten :)

Gepostet von Markus Merz am 26. Oktober 2008 um 01:03.