***** Aktionswoche “Ein Tweet für alle” *****

Ei- rbw
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Es sind nicht immer die eloquentesten Sprüche, die sich meme-gleich erfolgreich durch die verschalteten Hirne unserer Informationsgesellschaft bewegen. Es sind oft einfach nur Sprüche mit Ei. Ob „Was war zu erst da…“ oder Olli Kahns berühmtes „Wir brauchen Eier!„, immer war das Ei vor der Henne da und nach ihr sowieso. Dabei ist es doch vielmehr leicht verderblich, aber auch diese Tatsache vermag seinen Ewigkeitsgestus nicht zu beschädigen. Im Gegenteil! Gerade dieses fragiles Sein verschiebt seinen Wert von einer reinen Ontologie hin zu einem stetigen Werden. Die Ewigkeit ist nicht, sie wird. Das Ei ist sein – immer schon – vorübergehender Zeuge.

Das Ei, als Trope der Fruchtbarkeit und des Übergangs ist genau deswegen so wertvoll. So wertvoll und so fragil wie, naja, wie ein rohes Ei eben. Sie bildet somit den allgemeinen Topos, in dem dieser Tweet gelesen werden muss. Vorsichtig, gaaanz vorsichtig und der Zukunft zugewand auf die Hoffnung bezogen.

„Fuck“ dröhnt es deswegen um so lauter in unseren Ohren. Der „Reproductive Act“ als Aufschrei der Verzweiflung, lässt die Timelines erzittern. Uns graust was wir lesen müssen: „wir haben kein ei“! Das meint: „Wir haben keine Zukuft“ und genau deswegen müssen wir ficken!

Wenn ich recherchieren würde, würde ich an dieser Stelle Statistiken verlinken, die zeigen, wie umgekehrt proportional die Häufigkeit von Sex mit positiven Zukuftsaussichten korreliert. Stattdessen werde ich beruhigend auf @rbw einreden: Ei ist nicht. Ei hat man deswegen auch nicht. Ei wird! Und – am Ende – wird Ei gewesen sein! Was wir nicht haben, wird werden und was wird, bleibt Ei!

Und zur Not haben viele Supermärkte heutzutage bis 22:00 Uhr auf.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen: