Wondergirl
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Auf Tweetlänge heruntergebrochen, die Realität gedachter Interdisziplinarität. Die Philosophie, längst bekannt als Drückeberger- oder Mädchenstudium, wo wir doch alle wissen, dass niemand im Warenleben einen Job als Philosoph bekommt. Der Querdenker wird zum Quereinsteiger, denn der Philosoph fühlt zu vielen Berufen irgendwas – auch zu Nullen und Einsen. Birgt dieser Tweet daher wirklich den reinen Spott oder auch ein bischen Angst davor, dass vermeintliche Poeten die Stringenz eines Codes völlig uneffizient machen könnten?

Vielleicht lautet der Subtext dieses Tweets auch: Nicht ihr, die Philosophen werdet die Gesellschaftsstützen der digitalen Zukunft sein, sondern wir: die Nullen Informatiker.

Doch ist es nicht so, dass wir alle die Blumenmädchen brauchen? Und ist es nicht auch so, dass eben diese Nullen solche Sprüche ablassen, weil sie die Blumenmädchen nie bekommen???

Was würde passieren, wenn der Philosoph dem Informatiker eine Blume in sein „wenn-dann-sonst“ Korsett klemmen würde? Kann es Codegedichte geben? Das könnten die sinnbildlichen Fragen sein. Nein, das MÜSSEN die Fragen sein, falls Philosophen in Zukunft mal wieder ihren eigentlichen Job machen sollten. Diese und etwa 1 Million anderer, auf die unsere digitale Gesellschaft gerade dringend Antworten braucht.

Ich gehe natürlich davon aus, @wondergirl, daß Du uns ganz viele dieser Antworten geben wirst! Meinetwegen auch in 140 Zeichen, damit es nicht ganz so anstrengend wird.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

andreaslange

Schön gesagt, denn: Ist Mathematik bzw. Informatik nicht Philosophie mit etwas Axiomatik? #Philosophie < 140 Zeichen

Gepostet von andreaslange am 15. September 2008 um 18:31.
amazeman

Super Beitrag! Eigentlich habe ich nichts zu kommentieren, möchte aber meine Bewunderung für „im Warenleben“ markieren. ;-)

Gepostet von amazeman am 16. September 2008 um 00:10.