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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnete man Menschen aus der sozialen Unterschicht (Bettler, Landstreicher, Suchtkranke etc.) genauso wie die Swingjugend als “asozial”, in der DDR sogenannte “Arbeitsscheue”. In den 60er Jahren dann Hippies, in den 80ern Punks und heute bezeichnet @hubertus_heil die steuerflüchtigen Zumwinkels der Republik als die “neuen Asozialen”.

In Zeiten prekärer Lebensverhältnisse ist die Zugehörigkeit zur sozialen Unterschicht längst zum Mainstream geworden, Hippies nach dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen im wohlverdienten Ruhestand und Punks ein ausgestorbenes Phänomen der Popkultur. Bliebe also nur noch der Steuerhinterzug im großen Stile, aber dafür benötigt man zunächst die entsprechenden Mittel, um sich überhaupt ein Zugticket nach Liechtenstein leisten zu können.

Um wirklich asozial zu werden, braucht es schon mehr als ein paar verdrehte Buchstaben und eine vernachlässigte Interpunktion, denn auch dies ist in der Welt der 140 gezwitscherten Zeichen mittlerweile akzeptiert oder rauscht zumindest vorbei: Wer heute außerhalb gesellschaftlicher Normen stehen will, muss schon sein Twitter-Account löschen. Und das kann doch niemand ernsthaft wollen, oder?

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Herschel Rubinstein

eine anmerkung: steuerhinterziehung ist auch für den kleinen mann/die kleine männin mitnichten so kostspielig, wie im artikel suggeriert. es reicht schon geschmuggelte zigaretten beim vietamesen zu kaufen.

der gute wille zählt, nicht die größenordnung. steuern kann jeder hinterziehen!

Gepostet von Herschel Rubinstein am 04. September 2008 um 19:20.