Was für ein Wochenende. Ich warte auf einen Artikel, in dem Verschwörungsparanoide wissen wollen, daß sich der Teilchenbeschleuniger in der Hand radikaler Grüner befindet, die ein schwarzes Loch erzeugt haben, in dem die CSU, der FC Bayern und der Kapitalismus verschwunden sind.
Doch wir wollen uns heute mit einer anderen Art der Analyse des Wochenendes beschäftigen. @kaltmamsell, soweit ich mich erinnern kann, selbst ein Geschöpf Bayerns, liefert uns eine Vorlage, die wir naturwissenschaftlich untersuchen wollen – in der Hoffnung Antworten zu finden.

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Also. Unser aller Wikipedia sagt uns: “Die Alpen sind ein Deckengebirge mit starken Faltungszonen.” Aha, die Alpen wurden also tatsächlich zusammengefaltet. Genauso wie die CSU. Aber können wir aus den gefalteten Alpen noch mehr zum Wahlergebnis lesen? Schaun’ mer mal.
Vernachlässigt man, daß die Zugspitze als höchster deutscher Berg der Alpen mit 2.962 m lediglich ein Wahlergebnis von 29,6 % versprechen würde (da hatte es sich die CSU wohl in der Vergangenheit sowieso lieber in den französischen und italienischen Alpen gemütlich gemacht) – haben wir durch unsere naturwissenschaftlichen Nachforschungen herausgefunden, daß ein Gipfel in den Alpen laut UIAA-Definition erst ab einer Schartenhöhe von 30 m als eigenständig gilt. Und an diesem Punkt kommen wir der Sache langsam näher:
Um nämlich einen Gipfel als eigenständigen Berg zu klassifizieren (welcher die CSU wohl gerne sein will), werden Mindest-Schartenhöhen von 100 m oder (nach anderen Quellen) von 300 m vorgegeben. Doch was genau ist eine Schartenhöhe? Unter der Schartenhöhe (auch als Prominenz!!!!!!! oder Schartentiefe bezeichnet) versteht man in der Geographie die Höhendifferenz zwischen einem Berggipfel und der höchstgelegenen Einschartung, bis zu der man mindestens absteigen muss, um einen höheren Gipfel zu erreichen. AHA!!
Und die Zugspitze, liebe Leser, hat eine Schartenhöhe – oder auch Prominenz(falltiefe) – von: 1746m – was dem Verlust von 17, 3 Prozentpunkten erstaunlich nahe kommt.
Was also ist am Wochenende passiert? Die CSU ist klammheimlich aus ihren selbstgefalteten Alpen vom französischen Gipfel vertrieben worden (zu Recht) und dann auf dem lederhosenbesetzten Hintern die Prominenz der Zugspitze runtergerutscht. Das tut weh – und zwar in jeder Falte.
Um also irgendwann wieder einen höheren Gipfel erklimmen zu können, der als eigenständiger Berg gilt, braucht es diese Prominenz. Schade, liebe CSU. Die Zugspitze ist bereits der höchste deutsche Berg. Es scheint, die Alpen sind ein Koalitionsgebirge – mit vielen grünen Tälern, einer stechend gelben Sonne am Himmel und üppigen roten Klatschmohnwiesen. Falsch gefaltet – oder sind über die Zeit nur zu viele Eselsohren entstanden?
Immer wieder erstaunlich, was die Natur alles an Erklärungen zu bieten hat.