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	<title>Kommentare zu: Das Ich, das Selbst und Twitter</title>
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	<description>Das Fachblog für Twitteraturkritik.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 12:22:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Selbstreferentialität [update] at Twitkrit</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-793</link>
		<dc:creator>Selbstreferentialität [update] at Twitkrit</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:10:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Wir nicht! Wir sind nicht selbstreferentiell. Wir bloggen schlie&#223;lich &#252;ber das Twittern, statt &#252;ber das Bloggen zu bloggen oder &#252;ber das Twittern zu twittern. Um genau zu sein, twitkritten wir. Und wenn wir hier nur mal kurz erw&#228;hnen, dass da jemand anderes das auch mal tut, dann ist das noch lange nicht meta, und wenn, dann jedenfalls nur ein bisschen. Jedenfalls nicht so wie Twitter, dieser selbstreferenzielle Schei&#223;, der immer auf sich selbst verweist (meistens auch noch zur&#252;ck), aber darauf haben wir schon mal hingewiesen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wir nicht! Wir sind nicht selbstreferentiell. Wir bloggen schlie&#223;lich &#252;ber das Twittern, statt &#252;ber das Bloggen zu bloggen oder &#252;ber das Twittern zu twittern. Um genau zu sein, twitkritten wir. Und wenn wir hier nur mal kurz erw&#228;hnen, dass da jemand anderes das auch mal tut, dann ist das noch lange nicht meta, und wenn, dann jedenfalls nur ein bisschen. Jedenfalls nicht so wie Twitter, dieser selbstreferenzielle Schei&#223;, der immer auf sich selbst verweist (meistens auch noch zur&#252;ck), aber darauf haben wir schon mal hingewiesen. [...]</p>
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		<title>Von: KMTO</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-472</link>
		<dc:creator>KMTO</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 11:44:36 +0000</pubDate>
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		<description>Twitter ist ein Meta- System selbstreferentieller Subsysteme. Nicht das System ist Selbstreferenziell, sondern die Elemente zueinander. Selbstreferenzialität ist also eine Eigenschaft des Systems, nicht dessen Tätigkeit. In Bezug auf Twitter wiegt aber das &quot;Meta&quot; am Schwersten. Und ja - im Prinzip können Twitterer als Teil Ihres Systems _und_ des Meta- Systems dazu gar nichts sagen... Ich schweige...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter ist ein Meta- System selbstreferentieller Subsysteme. Nicht das System ist Selbstreferenziell, sondern die Elemente zueinander. Selbstreferenzialität ist also eine Eigenschaft des Systems, nicht dessen Tätigkeit. In Bezug auf Twitter wiegt aber das &#8220;Meta&#8221; am Schwersten. Und ja &#8211; im Prinzip können Twitterer als Teil Ihres Systems _und_ des Meta- Systems dazu gar nichts sagen&#8230; Ich schweige&#8230;</p>
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		<title>Von: HerrLehmann</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-468</link>
		<dc:creator>HerrLehmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 19:49:47 +0000</pubDate>
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		<description>Betreff: Twitterlesung und Selbstreferentialität

Geschätzte PickiHH,

selbstredend hat auch die Twitkrit-Lesung eine gewisse Selbstreferenzialität. Da die Veranstalter/-innen dies auch förderten und anscheinend implizit voraussetzten, liege ich mit meiner polarisierenden Einschätzung (s. o.) nicht ganz richtig. 

Systemtheoretisch gesehen könnte man jetzt in Details abschweifen (wie, das das soziale System &quot;Lesung&quot; nur bedingt fortbesteht und damit anderen Anforderungen hinsichtlich seiner Reflexivität unterliegt), doch will ich einen solchen Diskurs nicht um des Diskurses willen führen und danke @pickiHH und den anderen für den gelungenen Abend und @klischnet für seinen tweet.

HerrLehmann</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Betreff: Twitterlesung und Selbstreferentialität</p>
<p>Geschätzte PickiHH,</p>
<p>selbstredend hat auch die Twitkrit-Lesung eine gewisse Selbstreferenzialität. Da die Veranstalter/-innen dies auch förderten und anscheinend implizit voraussetzten, liege ich mit meiner polarisierenden Einschätzung (s. o.) nicht ganz richtig. </p>
<p>Systemtheoretisch gesehen könnte man jetzt in Details abschweifen (wie, das das soziale System &#8220;Lesung&#8221; nur bedingt fortbesteht und damit anderen Anforderungen hinsichtlich seiner Reflexivität unterliegt), doch will ich einen solchen Diskurs nicht um des Diskurses willen führen und danke @pickiHH und den anderen für den gelungenen Abend und @klischnet für seinen tweet.</p>
<p>HerrLehmann</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: klisch.net &#187; Blog Archive &#187; I´ll be back</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-467</link>
		<dc:creator>klisch.net &#187; Blog Archive &#187; I´ll be back</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 17:08:55 +0000</pubDate>
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		<description>[...] habe ich heute den Trailer zu TERMINATOR 4 gesehen. (o.W.) Dann wurde ich heute das erste Mal getwitkritet (ein tweet von mir wurde besprochen). Da bin ich genauso stolz darauf wie auf die Tatsache das [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] habe ich heute den Trailer zu TERMINATOR 4 gesehen. (o.W.) Dann wurde ich heute das erste Mal getwitkritet (ein tweet von mir wurde besprochen). Da bin ich genauso stolz darauf wie auf die Tatsache das [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: klischnet</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-466</link>
		<dc:creator>klischnet</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 16:01:11 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo PickiHH, das war auch einer meiner ersten ideen die ich hatte, als die veranstaltung anounciert wurde: cool - leute die ihre und andere tweets aus der vergangenheit (zusammengestellten) tweets praesentieren und was geschieht mit den echtzeittweets, wie wird dann waehrend der veranstaltung darauf eingegangen. Das waere dann moegicherweise der zirkelschluss zur selbstreferenzialitaet gewesen. Aber HerrLehmann hat gut deine ausfuehrungen ergaenzt... Was so ein tweet alles ausloesen kann... jedenfalls bin ich schon stolz ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo PickiHH, das war auch einer meiner ersten ideen die ich hatte, als die veranstaltung anounciert wurde: cool &#8211; leute die ihre und andere tweets aus der vergangenheit (zusammengestellten) tweets praesentieren und was geschieht mit den echtzeittweets, wie wird dann waehrend der veranstaltung darauf eingegangen. Das waere dann moegicherweise der zirkelschluss zur selbstreferenzialitaet gewesen. Aber HerrLehmann hat gut deine ausfuehrungen ergaenzt&#8230; Was so ein tweet alles ausloesen kann&#8230; jedenfalls bin ich schon stolz ;-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: PickiHH</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-465</link>
		<dc:creator>PickiHH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 15:34:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.twitkrit.de/?p=91#comment-465</guid>
		<description>Danke Herr Lehmann,
das ist natürlich viel ausführlicher und deutlicher. Wenn ein selbstreferenzielles System auch ein Monolog sein kann, dann kann ich Dir bei der Twittererklärung folgen. Bei der Twitterlesung gebe ich Dir Recht, allerdings hätte doch Deiner Argumentation folgend, eine stärkere Integration der, während der veranstaltung erstellten tweets über die veranstaltung und damit die aufnahme der beobachtung, wieder eine Selbreferenzialität hergestellt, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Herr Lehmann,<br />
das ist natürlich viel ausführlicher und deutlicher. Wenn ein selbstreferenzielles System auch ein Monolog sein kann, dann kann ich Dir bei der Twittererklärung folgen. Bei der Twitterlesung gebe ich Dir Recht, allerdings hätte doch Deiner Argumentation folgend, eine stärkere Integration der, während der veranstaltung erstellten tweets über die veranstaltung und damit die aufnahme der beobachtung, wieder eine Selbreferenzialität hergestellt, oder?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HerrLehmann</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2008/07/28/das-ich-das-selbst-und-twitter/comment-page-1/#comment-464</link>
		<dc:creator>HerrLehmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 13:15:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.twitkrit.de/?p=91#comment-464</guid>
		<description>Verehrte PickiHH,

twitter ist selbstreferentiell, eine twitterlesung ist es nicht. zur begründung:

(a) twitter ist selbstreferentiell, weil twitteruser über das medium twitter kommunizieren und sich mit ihren tweets aufeinander beziehen (können). diese rückbezüglichkeit in den kommunikationen ist eines der ersten mermale von selbstreferenz.

(b) verfasst man (frau) einen tweet, wird man teil der tweet-historie, man bleibt also als beobachter(in) nicht einfach draußen, sondern wird, indem man seine beobachtungen mitteilt, selbst teil der kommunikation (zumindest für die eigenen follower). mithin steht es den verfasser/-innen der tweets frei, nicht nur über beobachtetes zu kommunizieren, sondern durch die funktion des beobachtens selbst teil der kommunikation zu werden (analog zum prinzip, dass man nicht nicht kommunizieren kann).

(c) drittes kriterium für ein selbstreferentielles system ist die unterscheidung system/umwelt, also die frage, was gehört dazu und was nicht. grenzbildend sind die mitteilungen, die sich in (oder hinter) tweets verstecken, sie sind für außenstehende (system-fremde, nicht-twitterer) nicht beobachtbar. damit besteht eine grenze zwischen selbstbezug und fremdbezug, die im falle von twitter denkbar einfach ist, man twittert eben oder nicht. (die einfache unterscheidung zwischen innen und außen ist vermutlich eines der geheimnisse für den erfolg von twitter). worüber spielt in diesem sinne (zunächst) keine rolle. 

die twitterlesung, an der ich via @hobnox teilnahm, war keineswegs selbstreferentiell. obwohl die inhalte teils rekursiv waren, fehlte in weiten teilen die möglichkeit der einflussnahme durch die beobachter. ebenso wurde durch die verbreitung in weiteren medien der innen-außen-bezug quasi &quot;untergraben&quot;.  eine stärkere integration der während der veranstaltung erstellten tweets über die veranstaltung und damit die aufnahme der beobachtung in das beobachtete hätte hier gut getan...

ich hoffe, ich konnte helfen...
HerrLehmann

literatur: 
luhmann, niklas, soziale systeme
baraldi et al, GLU
von foerster, wissen und gewissen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verehrte PickiHH,</p>
<p>twitter ist selbstreferentiell, eine twitterlesung ist es nicht. zur begründung:</p>
<p>(a) twitter ist selbstreferentiell, weil twitteruser über das medium twitter kommunizieren und sich mit ihren tweets aufeinander beziehen (können). diese rückbezüglichkeit in den kommunikationen ist eines der ersten mermale von selbstreferenz.</p>
<p>(b) verfasst man (frau) einen tweet, wird man teil der tweet-historie, man bleibt also als beobachter(in) nicht einfach draußen, sondern wird, indem man seine beobachtungen mitteilt, selbst teil der kommunikation (zumindest für die eigenen follower). mithin steht es den verfasser/-innen der tweets frei, nicht nur über beobachtetes zu kommunizieren, sondern durch die funktion des beobachtens selbst teil der kommunikation zu werden (analog zum prinzip, dass man nicht nicht kommunizieren kann).</p>
<p>(c) drittes kriterium für ein selbstreferentielles system ist die unterscheidung system/umwelt, also die frage, was gehört dazu und was nicht. grenzbildend sind die mitteilungen, die sich in (oder hinter) tweets verstecken, sie sind für außenstehende (system-fremde, nicht-twitterer) nicht beobachtbar. damit besteht eine grenze zwischen selbstbezug und fremdbezug, die im falle von twitter denkbar einfach ist, man twittert eben oder nicht. (die einfache unterscheidung zwischen innen und außen ist vermutlich eines der geheimnisse für den erfolg von twitter). worüber spielt in diesem sinne (zunächst) keine rolle. </p>
<p>die twitterlesung, an der ich via @hobnox teilnahm, war keineswegs selbstreferentiell. obwohl die inhalte teils rekursiv waren, fehlte in weiten teilen die möglichkeit der einflussnahme durch die beobachter. ebenso wurde durch die verbreitung in weiteren medien der innen-außen-bezug quasi &#8220;untergraben&#8221;.  eine stärkere integration der während der veranstaltung erstellten tweets über die veranstaltung und damit die aufnahme der beobachtung in das beobachtete hätte hier gut getan&#8230;</p>
<p>ich hoffe, ich konnte helfen&#8230;<br />
HerrLehmann</p>
<p>literatur:<br />
luhmann, niklas, soziale systeme<br />
baraldi et al, GLU<br />
von foerster, wissen und gewissen</p>
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