Twitkrit

Nasenhaare und Post-Moderne


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Auch bei Männern lassen sich mit zunehmendem Alter körperliche Unzulänglichkeiten nicht mehr verbergen: Mann bekommt einen Bauch, beginnt zu schnarchen, schwitzt übermäßig viel und es wachsen einem Haare in der Nase. Das beginnt ungefähr ab einem Alter von 30 Jahren.

@jkleske ist dieses Phänomen nicht unbemerkt geblieben und hat sich, um den Wucherungen entgegenzuwirken, im Elektronikkaufhaus seines Vertrauens einen Nasenhaarschneider bestellt. Bei Betrachtung seines Profilbildes könnte der aufmerksame Leser anmerken, dass hierin eine gewisse Schizophrenie begründet liege: Einerseits schenkt er dem zarten Haarwuchs in seinem Riechorgan so große Bedeutung, dass er dem hierfür bestimmten Rodungsgerät einen ganzen Tweet widmet, andererseits trägt er einen merkwürdigen Bart. Der Twitkriter hingegen vertritt die Auffassung, dass die Prioritäten hier gut und richtig gesetzt wurden. Wie würde @jkleske anderherum mit meterlangem Nasenhaar, aus dem man einen Zopf binden könnte, aussehen, während seine Wangen glatt rasiert gleich einem Babypopo erschienen?

Im zweiten Teil des Werkes widmet sich der Autor der Post-Moderne: keine Postfiliale, die bereits um 16 Uhr Feierabend macht, nachdem von 12-15 Uhr Mittagspause war, kein langwieriges Schlangestehen, keine Schalter, die gerade dann geschlossen werden, wenn man an der Reihe ist, kein unfreundlicher Postbeamter, der das gesuchte Paket nicht finden kann. In der Post-Moderne entnimmt man einfach rund um die Uhr seine mit Nasenhaarschneidern gefüllten Pakete unter Zuhilfenahme einer scheckkartengroßen Plastikkarte aus einem Automaten. Das ist die Zukunft.

Dieser Tweet zeichnet sich zwar nicht durch sprachliche Raffinesse aus, aber er vermag es, ein bißchen Optimismus in unsere triste Welt zu tragen. Der Leser spürt geradezu die Vorfreude des Autors auf die Entgegennahme des Paketes und sehnt sich ebenfalls nach einer Welt ohne Nasenhaare und Warteschlangen.

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Selbstgespräch eines Knotenpunkts im Zeichengewebe

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Während unser eigener Vorzeigeliteraturwissenschaftler und Großautor Björn Grau nur im Urlaub weilt, haben andere Autoren lebensbedrohlichere Probleme. Vielleicht sind das aber alles nur Ausreden, um sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken. Unsere Gastautorin @ms_sophie reflektiert hierzu am eigenen Objekt, äh Leib, äh?
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ms_sophie
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Sososo. Da klaut sich die kleine miss – ihres Zeichens Studentin der Literaturwissenschaft und derzeit an diversen Hausarbeiten sitzend – da klaut sie sich also bloß(!) die Stichwörter aus’m Netz zusammen. Die Stichwörter. Ja nee, is klar… Weiß doch jeder, dass die beiden Reizwörter “Student” und “Internet” in Verbindung mit “klauen” nichts gutes verheißen können. Ganze Agenturen entstehen, um diesem faulen Studentenpack zu Leibe zu rücken und ihnen ihre bequemliche copy&paste-Attitüde höhnisch lachend unter die Nase zu reiben. Professoren verbringen mittlerweile mehr Zeit mit der Lektüre der Google-Ergebnisse anstatt sich um die Hausarbeit selbst zu kümmern. Man kann fast sagen, dass der gemeine Professor hier einer neuen Form der Kollationierung, dem Vergleich eines Textes mit seinen Vorlagen, anheimfällt, ja sogar anheimfallen muss. Und das alles nur, weil diese Jugend von heute nur Schabernack im Sinn hat. Das bisschen Anstand, das ihnen ihre Eltern vor der Pubertät noch schnell beibringen konnten, wurde beim Abiball mit dem letzten Vodka runtergespült und mit diesem falsch verstandenen, modernen Spaß-Hedonismus-Verständnis ersetzt.

Stichwörter… Merkt ihr das rhetorische Geschick, mit dem die kleine miss uns hier hinters Licht führen will? “Stichwörter” klingt so harmlos, irgendwie niedlich. Nach ein bisschen Inspiration, mehr nicht. “Den Rest schreib ich dann schon selbst. Großes Indianerehrenwort!” Mmhmmm. Wer’s glaubt… Sprecht das mal 3x hintereinander laut aus, geehrte Twitkrit-Leser. Martialisch wird es. Es piekst und bohrt. Mit der Klinge in den Text rein. Sie sticht noch ein bisschen tiefer und dann dreht sie die Klinge und rührt wild drin herum. Bis das Gewebe der Sätze nur noch aus losen Fetzen besteht. Bis viele lose Fetzen – ihres Ursprungs scheinbar beraubt – vor ihr liegen. Dann kommt sie mit dem Wissen des Nähunterrichts aus der 4. Klasse daher. Es klappern Nadel und Faden. Ein anderer Text entsteht, von dem wir alle (und der Professor vorneweg) glauben sollen, er sei neu. Nur weil auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar ist, wo diese vielen, kleinen Fetzen herkommen. Pah!

Aber sie ist clever, diese kleine miss. Sie ahnt, dass man ihr auf die Schliche kommen könnte. Dass es – und das ist es nunmal!!! – “verwerflich” genannt werden könnte, was sie da treibt. Sie versucht sich (beim Klauen) abzusichern. Verweist auf diesen postmodernen Scheiß und krönt die Äußerung mit dem rhetorischen Kniff par excellence: “#ausreden”. Nachsicht sollen wir üben. Sie weiß ja selbst und sowieso und überhaupt… Immer dieses Geheische um Mitleid. Und dazu noch dieses billige Verstecken hinter irgendwelchen poststrukturalistischen Literaturtheorien. Der Tod des Autors kann dir jetzt auch nicht mehr helfen! Nur weil ein paar “sogenannte Intellektuelle” in den 1960ern die Welt damit verwirren konnten, dass sie alles und jedem, der’s nicht hören wollte, erzählt haben, dass das Subjekt tot sei und alles schonmal dagewesen sei und diese Sache mit dem Genie, dem genialen Ursprung, auch nur Selbstbetrug unserer humanistisch-aufgeklärten Gesellschaft sei und dass der “Schreiber” (wie sie den Autor herablassend betitelt haben) nur ein Knotenpunkt im Gewebe der Zeichen sei. Individuell – ja schon irgendwie (man will ja nicht alles kaputt machen). Aber originell – never ever! So hieß es damalsTM. Und das klingt toll, nicht wahr? Lässt sich so schön instrumentalisieren, wenn’s darum geht, selber ein paar Zeilen zusammenzuschustern.

Aber der Hashtag “#ausreden” trifft es voll ins Schwarze, meine liebe, kleine miss. Eine Ausrede ist es! An dieser Gewebe-Netz-Spuren-Diachronie-These mag ja was dran sein, aber mich kannst du damit nicht täuschen. Und dein Twitter-Publikum erst recht nicht! Stichwörter… Mir fehlen gleich die Worte. Aber noch nicht jetzt: Das ist Faulheit! Pure Faulheit!!!

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Das Ich, das Selbst und Twitter

Klisch
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Es war schwierig für mich, nach dem Twitterlesungswochenende einen geeigneten Tweet zu finden, um ihn heute zu besprechen. Den obigen Tweet von @klischnet fand ich am geeignesten.

Ich kann diese Frage nur sehr subjektiv und in keinster Weise wikipedisk beantworten; muss sogar eben diese zunächst um eine Definition bemühen:

Selbstreferenzielle Systeme sind „operational geschlossen“; in ihren Prozessen beziehen sie sich nur auf sich selbst und greifen nicht in ihre Umwelt hinaus. Beispiel: Blogger schreiben über die Blogosphäre

Nach dieser Definition, wären MetaTweets, als Tweets über Twitter selbst, ein wesentlicher Aspekt eines selbstreferenzierenden Twitter-Systems. Die gibt es natürlich haufenweise, aber nicht ausschließlich.

Ein weiterer Aspekt sind die Prozesse, die sich nur auf sich selbst beziehen sowie die operationale Geschlossenheit. Hier gibt es meiner Meinung nach einen wesentlichen Unterschied zu Blogs. Pings und Trackbacks, als Instrumente gewollter Zirkelbildung, gibt es bei Twitter nicht. Es bleibt einzig die Möglichkeit des Replies – meines Erachtens nach zu schwach, um im System einen Selbstbezug zu dokumentieren. Sie verschwinden innerhalb von Minuten in der Timeline und erzeugen für den nicht-gefollowten Antwortenden im Zweifel einzig dann Aufmerksamkeit, wenn der Empfänger gnädigerweise seine erhaltenen Antworten durchsieht. Zu oft passiert es, dass Antworten auf Tweets, sei es aus Artenschutzgründen oder Unkenntnis über die Existenz der Reply-Nachseh-Funktion nicht bemerkt werden.

In diesem Sinne wäre Twitter vielleicht doch eher eine Art Megaphon-Dienst, bei denen jene, die auf dem grössten Follower-Haufen stehen unweigerlich den Eindruck der lautesten Tröte machen. Und zwar bei denen, die das System interpretieren. Das können Twitterer oder auch nur Leser sein, sofern die Tweets öffentlich sind.

Hans Rudolf Straub sagt dazu: Wenn wir als Menschen unsere Intelligenz dafür einsetzen, unsere Umgebung zu verstehen, so müssen wir uns natürlich selbst, und insbesondere die Intelligenz, d.h. unsere Art, die Umgebung zu interpretieren, ebenfalls in das Bild aufnehmen. Das ist der Zirkel der Selbstreferenzialität, der sich nicht umgehen lässt, wenn wir verstehen wollen, was uns umgibt. Wir sind Teil des Bildes, das wir ansehen.

Folgt man diesem Bildvergleich, war die Twitterlesung sicher der selbstreferenziellste Event des Twitterkosmarsmos. Twitterer sitzen in einem Raum, um Tweets vorgelesen zu bekommen, die sie selbst verfasst haben.

Die Systemtheorie meint dazu, daß eine überschaubare Menge von Referenzbegriffen, die in einem relativ geschlossenen und warmen Raum mit wenigen Akteuren redundant auftreten, schnelle Resonanz im System und Schwingung sichert.

“Gute Realität ist selbstreferenziell” twittert @furukama, birgt jedoch auch die Gefahr der Systemerschöpfung, weil im engen Club der Twitterer möglicherweise keine Signale von aussen mehr wahrgenommen werden.

Würde ich Sprache mit einem Tweet gleichsetzen:

Ein Tweet ist im Binnenraum ein Kommunikationsmittel, in Bezug auf die Außenwelt eine Mauer und in Bezug auf die Innenwelt ein Gefängnis (vgl)

Bezogen auf Selbstreferenzialität hat die Twitterlesung die Systemumgebung von twitter.com verlassen und sich auf anderes Terrain begeben. Die habtische Realität, die es weder erforderlich macht, Mitglied von Twitter.com zu sein noch sich überhaupt in die digitale Realität zu begeben. Die Selbstreferenzialität der Systemumgebung wurde aufgebrochen. Leser von Printmedien hatten zumindest Systemzugang.

Um Deine Frage zu beantworten, lieber @klischnet: Ich weiss es nicht.
Vielleicht stellst Du die Frage besser einem schlesischen Weber oder einem Gärtner oder einem Kreuzfahrtschiffskapitän, denn die Beantwortung ist für einen Twitterer wohl zu selbstreferenziell, oder?

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Der Liebling von Berlin

dokfocks
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Nur auf den ersten Blick scheint es kühn, diese beiden Medienstars zu vergleichen: Knut und Obama. Gut, der eine ist weiß, der andere schwarz. Viele finden das toll oder zumindest bemerkenswert, dass der eine weiß ist und der andere schwarz ist. Gut, der eine wurde bekannt durch seine drollig tollpatschige Art, der andere durch sein sicheres Auftreten und seine geschliffenen Reden.

Aber beide sind Medienphänomene. Beide zogen die Massen in und nach Berlin. Sie begeisterten Menschen weltweit und beide finden den Klimawandel voll blöd, also würden ihn blöd finden, wenn sie wissen würden was das ist, also Knut meine ich.

Dennoch, und da muss man @dokfocks zunächst recht geben: Obama ist kein Eisbär. Er ist vielmehr ein Eisbrecher, ein Luftschlossbauerbrückenbauer. Obama ist ein Zusammenführer, ein Überwinder der der Gräben, Mauern und Gegensätze. Er ist nicht nur ein Amerikaner und ein Berliner, nein, er ist ein “Citizen of the World“, wie er betonte. Er ist Amerikaner und Europäer und Afrikaner und sicher auch noch Grönländer. Er ist alles und nichts. Er ist, was immer man in ihm sehen will.

Die Wahrheit über Obama ist: Er ist schwarz und weiß. Er ist jung und alt. Er ist knuffig und eloquent. Und wenn man es so betrachtet, kann man es nicht mit allerletzter Sicherheit ausschließen, dass Obama nicht zumindest auch Knut ist. Oder irgendwie mit ihm verwandt. Toll.

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Engagement für unterdrückte Randgruppen

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“Was machst Du gerade?”, ist noch immer die über allem stehende Frage. @mightym bringt uns in seinem Tweet auf den Boden der Wochenmärkte und Obstläden zurück – und das auch noch am Beispiel einer zu unrecht vernachlässigten Obstsorte, der Birne.

Seit jeher steht die Pflanzengattung, die bekanntlich zur Unterfamilie der Kernobstgewächse (Maloideae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört, im Schatten ihres vermeintlich köstlicheren Obstbruders, dem Apfel. Ein bekanntes Sprichwort – “An apple a day keeps the doctor away” – lobt die gesundheitsfördernde Wirkung von Boskop und Jonagold, die Beatles veröffentlichten ihre Schallplatten bei der eigenen Plattenfirma namens Apple Records und der berühmteste aller Obsthändler, Steve Jobs, erzielt mit angebissenen Malus domesticas, welche kalifornische Computer verzieren, von Quartal zu Quartal Rekordumsätze, die seinen Mitbewerbern die Gehäuse im Halse stecken lassen. Der Birne sind derartige Erfolge weitgehend unbekannt. Allenfalls wird sie herangezogen, wenn es um die Beschreibung des unförmigen Körperbaus von Bundeskanzlerhelmutkohl geht, oder als Zutat für Großvaters Obstbrand. Keine erfrischenden Schorlen wurden je aus ihrem Saft gemischt, keine bedeutende Hamburger-Schule-Band hat je eine Lied über Birnenverkäufer geschrieben – und trotzdem nimmt sich @mightym ihrer an.

Dieser Tweet ist sprachlich zweckmäßig geformt. Er bringt jedoch das Anliegen des Autors, wenngleich auch mit eigenwilliger Interpunktion, klar und verständlich zum Ausdruck. Dieser Beitrag erdet uns, er führt uns in die Niederungen des Alltags (Einkauf) zurück und gleichzeitig werden wir auf das tragische Schicksal von unterdrückten Randgruppen (Birnen) aufmerksam gemacht. @mightym klagt nicht an, schreit nicht, protestiert nicht; er engagiert sich still für das Wohl der Birne, indem er einfach eine von ihnen zu sich in den Einkaufskorb legt. Das Eintreten für die Schwachen der Obstheit macht diesen Tweet so wertvoll, auch wenn es für den Friedensnobelpreis wohl nicht reichen wird: Darauf einen Birnschnaps. Zum Wohle!

Anm. d. Red. Natürlich könnte es sich bei der vom @mightym erworbenen Birne auch um eine profane Glühfadenlampe handeln. Aber dann hätte er das sicher geschrieben.

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O tempora, o tempestas!

Wir müssen reden. Alle reden davon.

Gott ist tot (schon ein Weilchen). Ideologien sind gescheitert (angeblich). Die Geschichte ist an ihrem Ende angelangt (oder?). Haben wir damit alle Übermacht abgeworfen? Nein.
Selbst wenn wir unser Schicksal endlich in die eigene Hand nähmen und alle Despoten und Raubtierkapitalisten und andere Unterdrücker entmachteten, es gäbe eine Macht, der wir hilflos ausgeliefert blieben.
Eine Macht, deren Weg ins Museum das ARD-Kulturmagazin ttt dazu verleitet hat, sie in ebenjene oben verwendete Nähe zu Gott, den politischen Wahrheiten und der Geschichte zu bringen: Das Wetter.

Einfach unbezähmbar. Selbst für kleine Prinzen.

Zwar werden die Vorhersagen für die kurze Frist von morgen statistisch gesehen eher präziser (behaupten Meteorologen) und die globalen Langzeitwandlungen sind wohl auch so unangenehm wie eindeutig, aber ansonsten gilt: nichts genaues weiß man nicht. Was hilft denn das Vorabwissen um nasskaltes Regenwetter morgen im grauen Deutschland oder um eine jahrelange Dauerdürre mit verheerenden Waldbränden in Kalifornien? Wird davon die Laune besser? Eben nicht.

So wird folgendes Plädoyer wohl immer ein utopisches bleiben:

wetterdemokratie
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Wobei die Vorstellung, wir dürften übers Wetter abstimmen, eine grandiose ist.
Bauern gegen Beachvolleyballer, Walker contra Winzer, Förster versus Freibadbetreiber. Oder einigen die sich? Gäbe es freies und gleiches Wahlrecht oder ein Verhältniswahlrecht, dass den wetterabhängigen aber gesellschaftsrelevanten Berufsständen mehr Stimmen einräumt?
Wie sähe eine Koalition aus einem Hochdruckgebiet und einer Kaltfront aus? Gäbe es eine Fünfprozenthürde für Scheißwetter? Welche Rechte hätte die Opposition im meteorlogischen Parlament? Bräuchte es eine Zweidrittelmehrheit zur Umsetzung einer Bauernregel? Wer kontrolliert die dann?
Vor allem aber: Würden wir ewigen Nörgler als Wetterwähler echt besser dastehen? Ich habe da meine Zweifel, liebe Miesepeter.

Genauso wie bei dieser Drohung:

wettervertrag
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Petrus kündigen mag ja in Zeiten religiöser Liberalität noch angehen. Aber welchen Lieferanten dann wählen? Und ob die liefern, was ich mir wünsche? Ich fürchte, das Wetter hält sich nicht an Vertragsrecht. Hat es gar nicht nötig. Es ist stärker als wir.
Wir könnten uns klein fühlen und es anbeten. Buße tun und geknickt durch Pfützen latschen, wenn es schifft, Opfer in Form von Sonnenbränden bringen, wenn der Planet sticht. Und wenn der Wettermix die Kornkammern füllt, damit nicht schon wieder die Lebensmittelpreise hochgehen, machen wir ein Erntedankfest.

Ach, das gibt’s alles schon und hat nichts geholfen?
Wetter, Du bist ein Arsch.

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