Das ist es! Ganz genau das! Das ist das Wort, was der Menschheit gefehlt hat. Das jedenfalls mir jeden Tag aufs neue fehlt! So oft habe ich danach gesucht, meine Zunge zuckte vor verlangen nach diesem einen Wort, das ja noch gar nicht geboren war. Und jetzt – endlich – ist es so weit.

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Wenn der Firefox abschmiert und man einfach mit dem Safari weiter surft. Wenn es unerträglich schwül ist, aber man dennoch schwitzend spazieren geht. Wenn es in Strömen regnet und man sich beim Public Viewing die durchnässte Kaputze nur etwas tiefer ins Gesicht zieht. Wenn das Baguette angebrannt ist und man die schwarzen Stellen abschabt, um es noch zu essen. Wenn man den eben angerichteten Wischwassersee schnell in alle Richtungen verfeudelt. Wenn man in der Kneipe versetzt wurde, sich dann aber doch noch ein Bier bestellt.
Ja. So ist es, das Leben, das räudige. Man könnte jeden Tag über irgendwas kotzen. Aber das Leben stolpert weiter, ob man will oder nicht. Und wo der Ottonormalprolet die Formel “muss ja” vor sich her summt, da werde ich von nun an ein viel treffenderes und eleganteres “Kotzdem!” rausschnautzen.
Danke, @isabo_!







20. Juni 2008 um 00:36
Grossartiger Tweet! grossartige Kritik!
20. Juni 2008 um 00:39
potzdem! wunderschön, @isabo!
20. Juni 2008 um 11:50
Ganz ganz großartig, ich rufe gleich die Duden-Redaktion an, die sollen das bitte übernehmen. Tweet und Twitkrit begeistern!
23. Juni 2008 um 14:14
[...] kotzdem: getwittert ist getwittert – “There is NO undo!” Ob mit oder ohne Stammhirn – es tut [...]
19. November 2008 um 17:04
[...] Bevor ich mich hier dem aktuellen Twitkrit widme, sei noch auf darauf hingewiesen, dass dieser etwas ältere Twitkrit mittlerweile auf Winterzeit umgestellt wurde: [...]