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„Was machst Du da?“
„Ich hüpfe.“
„Wie, Du hüpfst?“
„Na ja, ich hüpfe. Mit Grazie halt.“
„Jetzt?“
„Na klar, wann denn sonst?“

@smithymountain ist leidenschaftlicher Hüpfer und hat den obigen, nur beispielhaft dargestellten Dialog, bereits viele Male so oder so ähnlich geführt. Irgendwann aber wird es auch dem leidenschaftlichsten Hüpfer zu viel, sich immer und immer wieder von neuem zu erklären – in einem solchen Moment hat @smithymountain diesen Tweet komponiert.

Grammatikalisch korrekte Satzbildungen wurden mit spielerischer Leichtigkeit beiseite geschoben. Dabei heraus kam ein ganz wunderbares Staccato. Kein gewöhnliches Staccato, kein unnatürlich erscheinendes Ausbremsen, sondern eines mit großer Anmut. Dieser Tweet ist nicht einfach so dahingezwitschert, sondern dieses kleine Meisterstück ist in Wahrheit ein großes Stück Musik: Melodie und Rhythmus in weniger als 140 Zeichen.

Und noch bevor man sie bis zum Ende gelesen hat, sieht man vor seinem inneren Auge den Autor unter Olivenbäumen im Garten der Villa Massimo in Rom hüpfen – und das mit Grazie.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

manu

Der Tag wird langsam besser. Danke.

Gepostet von manu am 19. Juni 2008 um 11:00.