Das Twitterversum ist ein “Raum des Moments”; des weissen Rauschens. Manche Twitterleben sind so kurz, dass sie sich nicht einmal selbst artikulieren können. Und dennoch hinterlassen sie einen derart intensiven Eindruck, dass man ihnen eine Würdigung ihres Lebenswerkes nicht absprechen verwehren kann.
@grandprix lebte von 09:00pm CEST bis 00:53 CEST ein stummes, aber kommentiertes Leben. Und es war ein gutes Leben. Ein Aufregendes. Ein Einzigartiges. Ein Tweetrausch.
Europas Twitterer versammelten sich, um in einem gewaltigen Tweetfeuerwerk @grandprix zu feiern und in allen emotionalen Höhen und Tiefen zu begleiten.

Es wäre müßig und fast unmöglich, dieses ekstatische Aufbäumen vollständig wiederzugeben

und so sind hier nur die vereinzelten Perlen, die ich aus dem Twitterstrom der @grandprix Lebensphasen retten konnte, als Nachruf vermerkt.

@grandprix und die Tarnidentitäten @esc und @eurovision sind ins Leben getreten, um einen europäischen SingSang-Contest durchzuführen. Die Tatsache, dass sie selbst wenig Tweets zu ihrem Lebenswerk beigesteuert haben, schmälert nicht den Erfolg. Und so zog der Strom der Kommentare durch ganz Europa….
Die Finnen machten sich Sorgen.

selbstverständlich unberechtigt, völlig.

Die Engländer mussten sich schon mehr Sorgen machen, aber das wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Lieber Brian, der Font konnte nichts dazu. Ihr wart großartig, obwohl Ihr Isländer vom Arsch der Welt von soweit weg kommt.

Ich persönlich finde es schade, dass man es den Schwellenländern immer noch so schwer macht.

Ich weiss nicht, bei welchem Atemzug von @grandprix diese Aussagen zustande gekommen sind, aber sie trafen auf verschiedene Lebensabschnitte zu:


In Griechenland angekommen, entpuppte sich unser kleiner Twitterling als grosser, dummer Vogel.

Während in Spanien offensichtlich die Samwer-Brüder ihre Finger im Spiel hatten,

waren die Norweger durchaus begehrenswerter:

Über uns selbst gab es nicht viel zu berichten, außer:


Dafür rockte der Osten alles nieder,

was wir natürlich geflissentlich ignorierten -

trotzdem machten die unbehaarten russischen Männerbrüste das Rennen.

Und so bleibt nach den offensichtlichen Problemen bei der Abstimmung

zum Schluss nichts anderes zu sagen als:

Der @grandprix aka @eurovision aka @esc ist tot, es lebe der @grandprix!!!!!!!!
Danke, dass Du Twitter mit Deinem kurzen Leben beglückt hast.